Biochemischer Verein Wuppertal e.V.

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Vorsicht Schlaganfall!

Aus Unkenntnis werden die Gefahren oft nicht erkannt.

Meist kommt er nachts. Dadurch wird die Situation besonders problematisch. Denn die Behandlung ist nur dann Erfolg versprechend, wenn sie schnell begonnen werden kann. Oft entscheidet sich innerhalb weniger Minuten, ob es möglich ist, ein verstopftes Blutgefäß wieder durchgängig zu machen.

Was ist ein Schlaganfall?

Der Schlaganfall oder Gehirnschlag (medizinisch Apoplex) entsteht durch eine Blutung oder durch einen Verschluss eines Blutgefäßes. Er tritt plötzlich auf und zeigt sich in Form von Lähmungen, die meist einseitig sind. Drei verschiedene Ursachen können den Schlaganfall auslösen:
– Folge von Arterienverkalkung.
– Ergebnis von Bluthochdruck.
– Hirnembolie, wenn Blutgerinnsel vom Herzen verschleppt werden.

Die Verstopfung einer Hirnarterie bewirkt, dass ein Teil des Gehirns nicht mehr mit Blut versorgt wird, wodurch Nervengewebe abstirbt. Daraufhin stellen sich Lähmungen und neurologische Ausfälle wie Taubheitsgefühl, Sehstörungen, Verlust der Sprechfähigkeit ein.

Ursachen

Leider ist der Schlaganfall keine Seltenheit. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist er bei uns die dritthäufigste Todesursache. Jeder 4. Apoplex Patient stirbt in den ersten Wochen nach dem Anfall.

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, einen Gehirnschlag zu erleiden. Dieses „zunehmende Alter“ beginnt etwa mit dem 50. Lebensjahr. In einem Lebensabschnitt also, in der der Mensch eigentlich etwas behutsamer und pfleglicher mit seinem Körper umgehen sollte. Auch sollte er die Risikofaktoren kennen, die für die Zeit des „Vorruhestandes“ typisch sind und die unter anderem auch den Apoplex auslösen können:
– Gefäßverkalkungen
– Bluthochdruck
– Diabetes
– hohe Blutfettwerte
– Herzrhythmusstörungen.

Häufig werden diese Krankheitserscheinungen nicht ernst genommen. Regelmäßige Untersuchungen, die in diesem Alter absolut notwendig wären, unterbleiben aus unerfindlichen Gründen.

Warnzeichen

Im Allgemeinen kündigt sich ein Schlaganfall nicht schon lange vorher an. Es gibt aber einige Warnsignale, auf die man achten sollte. Das leider tun nur sehr wenige Leute – und zwar deshalb, weil sie die Bedeutung dieser Symptome nicht kennen, oder als „völlig harmlos“ übergehen.

Hier eine Aufstellung der wichtigsten Alarmzeichen (aus „Senioren Ratgeber“ 10/01), auf die unbedingt geachtet werden sollte:

– Plötzliche Sehstörungen, vor allem wenn sie nur ein Auge betreffen. Sehen von Doppelbildern.
– Vorübergehende Lähmungen, Schwäche oder Taubheitsgefühl einer Körperhälfte.
– Kurzzeitige Störungen der Sprache, Verlust der Sprechfähigkeit, verwaschene Sprache, Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen.
– Drehschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, plötzliche Stürze.
– Erstmalig und plötzlich auftretender, extrem starker Kopfschmerz.

Tritt eines oder mehrere dieser Warnzeichen auf, ist auf jeden Fall Eile geboten. Es reicht nicht, einen Schnaps zu trinken („wegen der Durchblutung“), sondern es ist sofort der Notarzt zu rufen.

Vorsorgemaßnahmen

Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) sind verhältnismäßig leicht zu diagnostizieren. Da sie auch Ursache für Herzinfarkte sein können, sollte der Gefäßzustand regelmäßig überprüft werden.

Bluthochdruck kann jeder daheim selbst mit einem entsprechenden Gerät
kontrollieren. Erhöhte Werte können mit Hilfe der klassischen Naturheilkunde meist gut normalisiert werden.

Diabetes begünstigt die Gefäßverkalkung. Dabei sollte auch der Stoffwechselgesunde mindestens 2 mal im Jahr den Blutzuckerspiegel überprüfen lassen, um Gefahren vorzubeugen.

Erhöhte Blutfettwerte müssen nicht nur ernährungsbedingt sein! Auf jeden Fall schädigen sie die Gefäßwände. 2 malige Kontrolle im Jahr ist zu empfehlen.

Herzrhythmusstörungen sind keineswegs harmlos. Sie fördern die Bildung von Blutgerinseln, die Gehirngefäße verschließen können. Kontrolle und evtl. konsequente Behandlung sind absolut notwendig.

Konsequente Vorbeugung

Schlaganfälle müssen nicht sein. An erster Stelle zur Vorbeugung steht eine naturgemäße Lebensweise. Alle geschilderten Alarmsignale sind unbedingt zu beachten. Sie müssen Anlass sein für sofortige und regelmäßige Untersuchungen und gegebenenfalls für Behandlungen. Die Biochemische Heilweise nach Dr. Schüßler empfiehlt die vorsorgliche Einnahme der Tabletten Nr. 1 und Nr. 3.

Manfred Bleibtreu, aus Bio-Kurier 6/2002